Am Anfang der Reise waren wir voller Energie. Jeden Tag unterwegs, jeden Tag etwas Neues, und keine Zeit, krank zu sein. Genau daraus wurde unser erster Arztbesuch im Ausland.
Laos, 8. Oktober 2022: eine Erkältung, die nicht weggehen wollte
Julia hatte ihre Erkältung nicht auskuriert und war trotzdem weitergereist. Nach zwei Wochen Husten ging sie in Luang Prabang in eine Klinik. Diagnose: aus dem Infekt war eine bakterielle Bronchitis geworden, dazu kam ein Ohr, auf dem sie tagelang fast nichts hörte.
Sie hat den Vormittag damals live aufgeschrieben:
Doppelte Vorurteile im Kopf: Laos, eines der ärmsten Länder unserer Reise. Und dann das: alles sauber, Fieber messen schon am Eingang, viele Schwestern, alle sprechen gut Englisch. Die Klinik öffnet um acht, ich war fünf vor acht da und nicht die erste Patientin.
Für 25 Euro wurde ich untersucht, es gab eine Blutabnahme, ein Abschlussgespräch und die Tabletten für fünf Tage gleich dazu. Das Ganze hat 25 Minuten gedauert.
Drei Tage später, am 11. Oktober, schrieb sie: «Mir geht es viel besser. Heute konnte ich sogar für ein paar Minuten wieder auf beiden Ohren hören.»
In unserer Tabelle steht dieser Termin mit 25,01 Euro.
Australien: Zahnschmerzen beim Kind
Der zweite Fall traf unseren Sohn, mitten in Australien: plötzliche Zahnschmerzen, zwei Termine im April und Mai 2023.
Hier war nicht die Behandlung das Problem, sondern der Termin. Einen kurzfristig zu bekommen, war deutlich schwieriger als in Laos. Geholfen wurde uns am Ende trotzdem.
Die Verständigung auf Englisch war unkompliziert. In den Krankenhäusern, die wir kennengelernt haben, ist die Versorgung internationaler Patienten gut organisiert, teilweise mit mehrsprachigem Personal oder Übersetzungsdiensten.
Kosten: 220,11 Euro für beide Termine.
Chiang Mai, November 2022: mehrere Tage Untersuchungen
Der dritte Fall betraf Igor. Wir hatten uns für einen Monat in Chiang Mai eingemietet und wollten von dort die Gegend erkunden, der Mietwagen stand schon bereit. In der Nacht davor ging es ihm plötzlich schlecht, morgens war klar: losfahren ist keine Option, es geht ins Krankenhaus.
In so einer Nacht denkt man nicht an Diagnosen, sondern an die Frage: und wenn es etwas Ernstes ist? Wir sind am Morgen gefahren, statt abzuwarten, ob es von selbst weggeht. Daraus wurden mehrere Tage Untersuchungen, rund 690 Euro, der teuerste medizinische Posten des Jahres.
Was wir vorher falsch erwartet hatten
Vor der Reise dachten wir, die medizinische Versorgung in Südostasien sei vermutlich schlechter als in Deutschland. Unsere eigenen Erfahrungen haben das nicht bestätigt: schneller Termin, gründliche Untersuchung, Medikamente vor Ort, verständliche Erklärungen.
Aufgefallen ist uns das schon damals. Am selben Tag in Laos hat Julia in ihre Story geschrieben, dass Thailand, wohin wir als Nächstes wollten, Deutschland in solchen Vergleichen längst überholt hat. Im Health Care Index von Numbeo steht Taiwan 2026 auf Platz eins, Thailand auf Platz sechs, Deutschland auf Platz 25. Diese Ranglisten beruhen allerdings auf Nutzerbewertungen und sind kein objektiver Beleg für bessere Medizin. Belastbar ist für uns nur, was wir selbst erlebt haben.
Was wir heute in die Reiseapotheke packen würden
Weniger als damals. Nur Medikamente, die wir wirklich speziell brauchen, kommen ins Gepäck. Für alles Alltägliche gibt es vor Ort gut sortierte Apotheken, kompetente Beratung und sowohl lokale als auch internationale Präparate.
Das ist unsere Erfahrung und keine medizinische Empfehlung.

Und die Versicherung?
Erst jetzt kommt sie ins Spiel, weil sie die Antwort auf all das oben ist und nicht der Anfang der Geschichte.
Tarif: Langzeit-Auslandskrankenversicherung der HanseMerkur für Reisen bis zu einem Jahr, ein Vertrag für die ganze Familie, abgeschlossen für das Reisejahr 2022/2023.
Unsere Arztkosten in diesem Jahr: rund 1.290 Euro. Laos 25,01, Australien 220,11, Thailand rund 690, ein Arztbesuch in Deutschland 120, dazu Apotheken und Covid-Tests.
Übernommen wurde: alles. Wir haben jeweils vor Ort selbst bezahlt, die Rechnung eingereicht und das Geld innerhalb der vertraglichen Frist zurückbekommen, in der Praxis bis zu etwa einem Monat. Nichts wurde gekürzt, nichts musste angemahnt werden.
Unser Eigenanteil: null. Die Ein-Jahres-Variante hat keinen Selbstbehalt. Bei der längeren Variante für bis zu fünf Jahre wären es 100 Euro je angefangenem Versicherungsjahr gewesen.
Überrascht hat uns, dass auch der Arztbesuch in Deutschland erstattet wurde: Heimataufenthalte sind bei einer Laufzeit ab einem Jahr mitversichert. Man muss also nicht durchgehend im Ausland bleiben, damit der Schutz gilt.
Unser Fazit
Krank wird man unterwegs nicht seltener als zu Hause. Der Unterschied ist, dass man in dem Moment nicht weiß, was eine Behandlung kostet und ob man sie sich gerade leisten will. Genau diese Frage nimmt die Versicherung aus der Entscheidung heraus: Man fährt zum Arzt, statt zu warten, ob es von allein weggeht.
Für uns hat sich das in einem Jahr viermal ausgezahlt, ohne einen einzigen Streitfall.
HanseMerkur Langzeit-Auslandskrankenversicherung
Das war unsere Versicherung für das Reisejahr. Gebraucht haben wir sie mehrmals, bei den Kindern und bei uns beiden: Zahnarzt in Australien, mehrere Tage Untersuchungen in Thailand, Arztbesuche in Laos und Deutschland. Zusammen rund 1.290 Euro, erstattet wurde alles, ohne Diskussion. Genau deshalb steht sie hier und nicht irgendeine andere.
Belegt durch:Eigene Ausgabentabelle des Reisejahres: medizinische Ausgaben von rund 1.290 Euro in sieben Ländern, jede Position mit Datum · Australien: Zahnbehandlungen über 220,11 Euro am 17.04. und 08.05.2023, nach der Erstattung aus der Reisekasse entfernt · Produktseite hmrv.de/angebote/auslandskrankenversicherung-langzeit, Stand 19.08.2026geprüft 19.08.2026
Zu HanseMerkur Langzeit-AuslandskrankenversicherungWerbelinkawin1.com
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Wie sich ein ganzes Jahr unterwegs rechnet, steht im Reiseverlauf. Eine vollständig aufgeschlüsselte Länderrechnung gibt es für Australien.